Amano-Garnelen sind an ihren natürlichen Lebensraum im Fluss perfekt angepasst. Ihr ganzer Lebenszyklus ist darauf ausgelegt, dass ihre Larven mit der Strömung ins Meer gespült werden und die fertig entwickelten Jungtiere gegen die Strömung wieder den Fluss hinaufwandern.
Flüsse sind in ihrer Geschwindigkeit stark von Regenfällen und zuströmendem Wasser abhängig. Änderungen der Wasserparameter bedeuten für diese Tiere ein Signal, dass Gefahr droht, mit der Strömung abgetrieben zu werden. Dies löst einen starken Wandertrieb aus, bei dem die Garnelen für lange Zeiträume gegen die Strömung flussaufwärts schwimmen.

Amano-Garnelen sind auch nachts unterwegs
Ja, Amanogarnelen sind auch nachts unterwegs und legen gern eine kleine Nachtwanderung ein. Der Grund, warum man die Tiere gelegentlich auch mal neben dem Aquarium findet. Zudem nutzen sie ihre Fähigkeit, sich auch an Land fortzubewegen. Gräser, Moose und Pflanzenbestände sind nachts meist feucht und ermöglichen den Tieren, lange Strecken an Land zurückzulegen. So können beispielsweise Stromschnellen umgangen werden.
All diese Verhaltensweisen lassen sich auch im Aquarium beobachten. Amano-Garnelen werden nach dem Umsetzen und nach größeren Wasserwechseln stark im Aquarium herumschwimmen, gegen die Strömung der Wasserpumpe anschwimmen und oftmals bei einsetzender Dunkelheit Wege suchen, aus dem Wasser herauszuklettern. Im Extremfall verlassen sie das Aquarium und wandern teils lange Strecken in Richtung der stärksten Lichtquelle.
Achtet also darauf, gerade nach Wasserwechseln und während der Eingewöhnung das Aquarium geschlossen zu halten, damit Eure Tiere ihren Rausch in Ruhe und innerhalb Eures Aquariums ausschlafen können.