Die Zuchtform der Kampffische wird im Aquarium meistens allein gehalten. Dies liegt daran, dass man Stress und Revierstreitigkeiten vermeiden möchte, die es mit anderen Fischen geben kann. Garnelen und Schnecken werden dabei sehr häufig in Betracht gezogen, wenn es um die Vergesellschaftung mit Kampffischen geht. Die Kombination Kampffische und Garnelen im Aquarium ist für viele Aquarianer besonders interessant.
Während Kampffische durch ihren Charakter und das individuelle Verhalten begeistern, bringen Garnelen zusätzlich etwas Leben und Aktivität ins Becken. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Zwerggarnelen das biologische Gleichgewicht durch ihre allesfressende und Resteverwertende Art unterstützen. Doch nicht jede Vergesellschaftung von Kampffisch und Garnelen funktioniert problemlos – hier erfährst du, worauf du achten musst und wie es funktionieren kann.
Kann man Kampffische und Garnelen zusammen halten?
Grundsätzlich ist die Haltung von Kampffischen und Garnelen möglich. Ob es jedoch funktioniert, hängt sehr stark vom Charakter des Bettas ab. Was bei dem einen funktioniert, kann bei dem anderen schiefgehen. Zusätzlich haben Zwerggarnelen oft die optimale Größe für Kampffische, um noch als Futter und Mitternachtssnack zu gelten.
Ob die Vergesellschaftung deines Kampffisches mit bunten Zwerggarnelen erfolgreich ist, hängt damit von folgenden Faktoren ab:
- Charakter des Kampffisches (individuell unterschiedlich)
- Größe der Garnelen
- Farbe der Garnelen
- Versteckmöglichkeiten
- Einrichtung des Aquariums
Einige Kampffische ignorieren Garnelen, andere sehen sie als Nahrung. Grundsätzlich gilt: Alles, was nach dem Kampffisch in das Aquarium kommt, zählt erst einmal als Eindringling und bei zu kleiner Größe auch als Futter.
Vorteile der Vergesellschaftung beider Arten
Die Vergesellschaftung von Kampffischen und Zwerggarnelen kann auch Vorteile mit sich bringen, wenn sie erfolgreich funktioniert.
- Garnelen fressen Futterreste und Algen
- Natürliches Verhalten im Aquarium
- Optisch abwechslungsreiches Becken
- Ergänzung zum Kampffisch
Junge Garnelen oder Babygarnelen fallen oft aufgrund der Größe dem natürlichen Futter und Jagdtrieb des Bettas zum Opfer. Damit Jungtiere überleben und du eine stabile Garnelenpopulation im Aquarium bekommst, solltest du bei der Einrichtung auf viele feine Wasserpflanzen und Verstecke achten. Garnelen sind für den Betta auch eine soziale Komponente. Damit merkt er, dass er nicht ganz allein ist, auch wenn keine anderen Fische da sind. So wird ihm oft weniger langweilig, was zum Wohlbefinden beitragen kann.
Risiken bei Kampffisch und Garnelen
Natürlich birgt die Vergesellschaftung von Garnelen mit einem Kampffisch, der sich überwiegend carnivor ernährt und Insektenlarven jagt, auch einige Risiken, und eine Garantie, dass es funktioniert, gibt es leider nicht.
- Garnelen können gefressen werden
- Jungtiere sind besonders gefährdet
- Stress für Garnelen möglich
Welche Garnelen eignen sich mit Kampffischen?
Dabei eignen sich nicht unbedingt alle Garnelenarten für einen Kampffisch. Ringelhandgarnelen sollten vermieden werden, denn diese könnten die Flossen des Bettas beschädigen. Folgendes solltest du bei der Garnelenauswahl für dein Kampffischaquarium beachten:
1.Größere Garnelenarten einsetzen
- Amanogarnelen (sind nicht für Nano Aquarien geeignet, bei größeren Aquarien mit Wildbettas sind sie möglich)
- Größere Zwerggarnelen (oft ausgewachsene Tiere für den Start
2. Robuste Zwerggarnelen
- Neocaridina Arten
- Schnelle und anpassungsfähige Tiere
3. Weniger geeignet
- Sehr kleine junge Garnelen
- empfindliche Garnelenarten wie Weichwassergarnelen oder Sulawesi Garnelen (nicht die Inlandsgarnelen)
- Hochzuchtformen mit auffälligen Farben
