Zwerggarnelen im Aquarium - Haltung, Pflege und Tipps
Zwerggarnelen gehören mittlerweile zu den beliebtesten Bewohnern im Süßwasseraquarium. Diese kleinen Garnelen sind ein absoluter Trend geworden, da man sie bereits in kleineren Becken halten kann und man damit oft einfacher einen feinen Platz in der Wohnung findet. Sie sind klein, aktiv, farbenfroh, pflegeleicht und übernehmen sogar noch wichtige Aufgaben im Ökosystem.
In diesem umfassenden Beitrag erfährst du alles über die bunten Zwerggarnelen im Aquarium, von der richtigen Haltung bis zur erfolgreichen Vermehrung.



Was sind Zwerggarnelen?
Zwerggarnelen sind kleine, pflegeleichte Süßwassergarnelen für Aquarien. Sie benötigen ebenfalls stabile Wasserwerte, eine strukturreiche Einrichtung und ernähren sich hauptsächlich von Biofilm, organischen Materialien und Algen.
Besonders die Neocaridina-Arten eignen sich gut für Anfänger. Sie sind in verschiedenen Farben zu bekommen, verzeihen noch den ein oder anderen Anfängerfehler und vermehren sich leicht im Aquarium.
Die kleinen Zwerggarnelen sind oft reine Süßwassergarnelen und werden meist nur 2–4 cm groß. Die verschiedenen Farbformen wurden durch Selektion oder bei Caridinas auch durch Kreuzung in der Aquaristik gezüchtet.
Sie sind bekannt für:
- intensive Farben (rot, blau, gelb, schwarz)
- einfache Haltung (je nach Art)
- hohe Vermehrungsrate
- nützliche Funktion als „Aquarium-Putztrupp“
Besonders verbreitet sind Arten aus den Gattungen Neocaridina und Caridina. Die klassischste Zwerggarnele ist wohl die Red Fire Garnelen und die beliebtesten sind die blauen Garnelen.
Für wen sind Zwerggarnelen geeignet?
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Für Anfänger
- Neocaridina davidi (Red Cherry, Blue Dream)
- Robust
- Anpassungsfähig
- Ideal für Einsteiger
- weniger Ansprüche an die Wasserwerte
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Für Fortgeschrittene
- Caridina cantonensis (Crystal Red, Bee Garnelen)
- Anspruchsvollere Wasserwerte
- Besonders attraktive Muster
- sensibler in den Wasserwerten und Schwankungen darin
Zwerggarnelen richtig halten
Um Zwerggarnelen richtig zu halten, braucht es oft nicht viel. Bei der Haltung von Neocaridna davidi reicht oft schon ein Aquarium ab 30 Liter, mit einer klassischen Einrichtung. Auch das ortsübliche Leitungswasser ist hier oft für die Haltung und Pflege der Tiere ausreichend, so dass Anfänger sich nicht mit der Aufbereitung des Wassers auseinandersetzen müssen.
Fortgeschrittene Aquarianer, welche sich an die Haltung von speziellen Caridina Zuchtformen wagen, kennen sich meist auch schon besser mit den Wasserwerten aus.
Wir empfehlen, die Süßwasser-Zwerggarnelen wie folgt zu halten:
Aquariumgröße
- Minimum: 20 Liter
- Empfehlung: 30 Liter oder mehr
Wasserwerte
- Temperatur: 18–25 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Nitrit: 0 mg/l
Konstante Wasserwerte sind entscheidend für gesunde und stabile Zwerggarnelen. Zu starke Schwankungen der Wasserwerte sollten vermieden werden, da dies zu Schockhäutungen führen kann.
Zwerggarnelen sind sehr gesellige Tiere, die nicht alleine gehalten werden sollten. Da die Lebenserwartung bei ca. 2 Jahren liegt, sollte man sich eine kleine Gruppe von mindestens 10 Tieren zulegen. Zum einen, können die Garnelen so miteinander agieren und sind weniger ängstlich und zum anderen ist eine Vermehrung durch beide Geschlechter höher.
Zwerggarnelen sind perfekte Aquarienbewohner
Zwerggarnelen sind pflegeleicht, nützlich und optisch ein Highlight in jedem Aquarium. Mit den richtigen Grundlagen kannst du sie erfolgreich halten und sogar vermehren. Sie sind ideal für Anfänger und Fortgeschrittene und bieten aufgrund ihrer vielseitigen Färbung oder Musterung immer Abwechslung und einen Farbklecks im Aquarium.
Aquarim Einrichtung für Zwerggarnelen
Ein Aquarium für Zwerggarnelen benötigt die ähnliche Einrichtung, wie ein normales, nur das hier das Aquarium oft deutlich kleiner ist und der Filter babygarnelensicher sein sollte.
So kannst du dein optimales Garnelenbecken einrichten:
- dunkler Bodengrund, damit die Farben intensiver zur Geltung kommen
- Moose (z. B. Javamoos)
- feine Pflanzen
- Wurzeln & Steine
- Laub als natürliche Nahrungsquelle
Durch Steine, Wurzeln und Pflanzen schafft ihr verschiedene Verstecke, damit sich die Garnelen bei der Häutung, aber auch die sehr kleinen Jungtiere zurückziehen können. Gut eingerichtete Becken fördern das Wohlbefinden eurer Tiere und steigern damit auch die Lebenserwartung.
Ein Garnelenaquarium benötigt oft keine bzw. nur geringe Technik. Damit es aber pflegeleicht bleibt und die Pflanzen gut wachsen, empfehlen wir dir bei der Technik, auf Folgendes zu achten:
- helle Aquariumbeleuchtung
- Heizstab bei Temperaturen von unter 20°C
- garnelensicherer Aquarienfilter wie z. B. Schwammfilter
Babygarnelen haben oft nur eine Größe von wenigen Millimetern. Da sie gern überall hineinkriechen, ist es wichtig, dass die Filter einen feinen Schwamm besitzen, oder mit einem Damenstrumpf gesichert werden. Sonst kann es passieren, dass eure Jungtiere auf der Suche nach Futter im Filter verenden.
Die beliebtesten Neocaridina Garnelen
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Blue Diamond Garnele
Jetzt Blue-Diamond-Garnele entdeckenBlaue Garnelen sind im Aquarium ein absoluter Hingucker und eine der beliebtesten Farben. Unsere Blue Diamond Garnele ist nicht nur aus eigener Nachzucht, sondern besticht auch durch ein intensives Blau.
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Orange Sakura Garnele
Jetzt Orange Sakura Garnele entdeckenDiese Garnelen leuchten wie Warnwesten und sind damit immer gut zu finden im Aquarium. Zusätzlich sind sie ein toller Kontrast zu grünen Pflanzen und dunklem Bodengrund.
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Bloody Mary Garnele
Jetzt Bloody Mary Garnele entdeckenSie sind blutrot gefärbt und sehen aus wie frisch lackiert, das sind die Bloody Mary Garnelen. Diese intensiv rote Zwerggarnele ist auch eine unserer am meisten bestellten Tiere.
Welche Arten von Zwerggarnelen gibt es?
Die bekanntesten Gattungen sind die Neocaridina und die Caridina. Daneben gibt es noch ein paar weitere, welche jedoch seltener vertreten sind.
Da viele Farben bei den Zwerggarnelen durch Selektion und Kreuzung (bei den Caridina) entstanden sind, gibt es nur wenige Arten, aber ganz viele Zuchtformen / Farbformen.
Bei den Neocaridina sind die bekanntesten Farbformen wohl:
- Blue Dream
- Red Sakura
- Yellow Fire
- Red Fire
- Orange Sakura
- Red Rili
- Green Jade
Bei den Caridinas gehören folgende Garnelen zu den wohl bekanntesten :
- Bienengarnele in Rot und Schwarz (Black Bee und Red Bee)
- Sulawesi Inlandsgarnelen
- Amanogarnelen
- Tigergarnelen
Vermehrung von Zwerggarnelen im Aquarium
Süßwasser Zwerggarnelen vermehren sich oft von alleine im Aquarium, wenn das Futter abwechslungsreich ist und die Wasserbedingungen halbwegs passen.
Eine wichtige Grundvoraussetzung ist, dass man beide Geschlechter der Tiere hat. Dies kann man bei großen Tieren oft sehr einfach erkennen. Die Weibchen tragen noch unbefruchtete Eier im Nacken, die man bei leicht transparenten oft gut erkennt. Zusätzlich haben die weiblichen Tiere eine rundere Bauchform, durch die Bauchtasche, in welche dann die befruchteten Eier kommen. Hast du eine tragende Garnele, erkennst du das an den Eiern unter dem Hinterleib.
Die Eier können je nach Art unterschiedliche Farben haben.
Männchen sind deutlich schlanker, manchmal auch etwas blasser (besonders bei Neocaridina).
Die Jungtiere schlüpfen vollständig entwickelt mit einer Größe von wenigen Millimetern. Diese können nach dem Schlupf noch farblos und blass sein.
Besonders Neocaridina vermehren sich sehr leicht im Aquarium.

Futter für Zwerggarnelen
Zwerggarnelen sind Allesfresser und optimale Resteverwerter. Sie fressen alles, was von anderen Tieren im Aquarium übrig bleibt. Wenn du sie alleine ohne Beifische hältst, dann musst du die Garnelen aktiv füttern:
- Biofilm & Mikroorganismen
- Algen
- fertiges Garnelenfutter
- getrocknetes Laub und Insekten
Wichtig: Sparsam füttern, um eine zu starke Wasserbelastung zu vermeiden.
FAQ - Die häufigsten Fragen zum Thema Zwerggarnelen, Haltung und Aquarium
1. Welche Zwerggarnelen sind für Anfänger geeignet?
Für Anfänger sind die Süßwasser Garnelen der Gattung Neocaridina wie Red Sakura, Red Fire, Yellow Fire Neon Backline, Orange Sakura, Blue Dream oder Bloody Marry geeignet, sie sind robust und pflegeleicht.
2. Wie viele Zwerggarnelen pro Liter?
Garnelen sind sehr gesellige Tiere. Wir empfehlen eine Haltung erst ab mindestens 10 Tieren. Als Faustformel kann man 1 Garnele auf 1 Liter Wasser halten.
Damit das Becken stabil läuft und du wenig Ärger hast, sollte dein Anfängeraquarium jedoch mindestens 30 Liter haben.
3. Können Zwerggarnelen mit Fischen gehalten werden?
Ja, Zwerggarnelen können mit verschiedenen Fischen zusammengehalten werden. Wir empfehlen hier aber nur friedliche, kleine Fischarten. Welche Fischarten möglich sind, erfahrt Ihr in unserem Blog.
4. Wie alt werden Zwerggarnelen?
Diese Tiere werden leider nicht sonderlich alt. Die Lebenserwartung ist in der Regel 1,5 bis 2,5 Jahre. Größere Garnelenarten wie Amanogarnelen oder Ringelhandgarnelen werden deutlich älter.
5. Was fressen Zwerggarnelen?
Algen, Biofilm, spezielles Futter und Laub. Sie sind Allesfresser und können mit verschiedenem Futter ernährt werden. Proteine wie Insektenlarven werden gern angenommen, sollten jedoch nicht in Massen gefüttert werden.
6. Wie oft sollte man Zwerggarnelen füttern?
In einem gut eingerichteten Aquarium reicht die Fütterung von 2–3 Mal pro Woche bei Garnelen aus. Handelt es sich bei deinem Becken um ein überschaubar eingerichtetes Zuchtbecken, so solltest du öfter füttern.
7. Warum sterben Zwerggarnelen plötzlich?
Ein plötzliches Sterben von Zwerggarnelen kann an verschiedenen Ursachen liegen. Meist durch schlechte Wasserqualität oder Schadstoffe.
Wenn es nur vereinzelte große und alte Tiere sind, ist dies oft kein Grund zur Besorgnis. Sollten in kurzer Zeit sehr viele Tiere verenden, musst du unbedingt deine Wasserwerte prüfen und ggf. Aktivkohle gegen Schadstoffe einsetzen.
8. Können Zwerggarnelen aus dem Aquarium springen?
Dies ist bei Zwerggarnelen möglich. Besonders durch zu schnelles Einsetzen, Stress oder Schadstoffe, können Garnelen das Aquarium verlassen. Oft erkennt man dies auch schon, wenn sich die Tiere an der Wasseroberfläche versammeln.
9. Was tun bei Garnelensterben?
Wasserwerte prüfen, Schadstoffe ausschließen und Fütterung anpassen. Ein großer Wasserwechsel und eine schnelle Filterung über Aktivkohle können hier hilfreich sein, da wir viele Stoffe nicht messen oder sehen können.
10. Wie oft sollte man Wasser wechseln?
Etwa 10–30 % pro Woche werden empfohlen, um überschüssige Nährstoffe aus dem Becken zu entfernen und Algen zu vermeiden.